Psychotherapie via Telefon und Onlinediensten (Information von der ÖGK)

Aufgrund der Nachfrage bei der ÖGK und der guten und engen Zusammenarbeit mit dem ÖBVP dürfen wir Ihnen folgend Informationen zu telemedizinischen Psychotherapie weiterleiten.via
Bis auf Widerruf können daher weiterhin telemedizinisch erbrachte psychotherapeutische Behandlungen mit der ÖGK abgerechnet werden, als wären die Therapieeinheiten persönlich in den Praxen erbracht worden.
 
Nachfolgende Voraussetzungen sind bei der „telemedizinischen“ Leistungserbringung jedenfalls einzuhalten:
  • Die psychotherapeutische Behandlung ist dringend erforderlich und kann zur Vermeidung möglicher Ansteckungen nicht in der Praxis erfolgen.
  • Das Wohl der Patientinnen und Patienten ist zu wahren.
  • Die Behandlung muss unter Einhaltung aller fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen (lege artis) erfolgen.
  • Die „telemedizinische“ Behandlung muss so erfolgen, dass ein Behandlungserfolg grundsätzlich wie bei einer persönlichen Behandlung in der Praxis erwartet werden kann.
  • Die vertraglich definierte Behandlungsdauer ist auch bei „telemedizinscher“ Leistungserbringung einzuhalten.
 
 
Um die telemedizinische Psychotherapie in administrativer Hinsicht zu ermöglichen kann in diesen Fällen die Unterschrift der Patienten am Antragsformular entfallen. Bis auf Widerruf wird weiterhin auf die Vorlage des Nachweises der ärztlichen Untersuchung vor der zweiten psychotherapeutischen Sitzung verzichtet. Die Untersuchung ist aber aufgrund der klaren gesetzlichen Anordnung (§ 135 Abs 1 Z 3 ASVG) weiterhin erforderlich.

Erstellt am November 4, 2020