Fragen & Antworten rund um die Differenzen zwischen NW und STLP

Die aktuelle Haltung des Vorstands zur aoLV

Das Netzwerk Psychotherapie Steiermark und der STLP

Was ist die Gruppierung Gemeinsam im STLP

Fragen & Antworten

Worum dreht sich der Konflikt zwischen Netzwerk und STLP im Kern?

Das Netzwerk will den amtierenden STLP-Vorstand daran hindern Berufspolitik zu machen. Berufspolitik im Sinne der Mitglieder zu machen ist die Kernaufgabe des STLP laut Statuten. Mit Angstszenarien und Falschinformationen schürt das Netzwerk Unsicherheiten unter den Mitgliedern. Diese Dynamik verschlang immense zeitliche Ressourcen und hält den STLP-Vorstand davon ab sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

 

Sind die Kassenkontingente gefährdet?

Nein. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch.

Das Netzwerk ist im Auftrag der ÖGK verpflichtet das Kontingent weiterhin zu verwalten. Die Versorgung mit Kassenkontingenten ist und war in keinster Weise je gefährdet, es gibt dazu einen gesetzlichen Auftrag im ASVG, dem die österreichischen Krankenkassen nachkommen müssen. Unter § 131 b und § 135 ASVG ist verankert, dass die psychotherapeutische Versorgung eine Pflichtleistung ist.

 

Warum war der Ausschluss der Netzwerk Vorstände + Geschäftsführung aus dem STLP notwendig?

Der Konflikt zwischen dem Versorgungsverein Netzwerk Psychotherapie Steiermark und STLP besteht schon seit Jahren. In jüngster Zeit nahm die Häufigkeit und Vehemenz der wahrheitswidrigen Informationen seitens des Netzwerks zu, was die Ziele des Landesverbandes gefährdet und dem Ansehen schadet. Nach reichlicher Prüfung und dem Zusammentragen zahlreicher Fakten hat sich der STLP Vorstand entschieden die Vorstände und die Geschäftsführung des Netzwerks vom STLP auszuschließen.

 

Warum werden einzelne Mitglieder vom STLP ausgeschlossen?

Die Statuten des STLP sehen vor, dass Mitglieder gemäß §6 auszuschließen sind, wenn diese gegen die Ziele des Landesverbandes verstoßen oder das Ansehen dessen beschädigen.

In jüngster Zeit (Stand 8.3.2022) ist dies vermehrt aufgetreten. Der STLP Vorstand hat sich entschieden mehrere Kolleg*innen, welche nicht bereit waren die Wahrheitswidrigkeit ihrer Aussagen zurückzuziehen und nachweislich gegen die Statuten verstoßen von der Mitgliedschaft auszuschließen.

 

Um welche geheime Verträge geht es?

Das „Netzwerk Psychotherapie Steiermark“ unterzeichnete einen Vertrag mit der ÖGK, in dem es um die (potentielle) Einführung von Clearingstellen geht. Dass es einen Vertrag gibt wurde seitens der ÖGK gegenüber dem STLP bestätigt. Der Inhalt des Vertrags ist uns nicht bekannt und wird vom Netzwerk geheim gehalten.

 

Wie wurde der STLP-Vorstand unter Druck gesetzt?

Vorstandsmitglieder des STLP, welche einen Vertrag mit dem Netzwerk haben, wurden zu einem persönlichen Einzelgespräch in die Praxis des Geschäftsführers vom Netzwerk geladen, um die „Qualität/Evaluierung einer weiteren Zusammenarbeit“ zu überprüfen. Bei einem STLP-Vorstand wurden beantragte Kontingente trotz Erfüllung aller Kriterien abgelehnt.

 

Wie steht der STLP zu den geplanten Clearingstellen?

Der STLP war nie für die Einführung von Clearingstellen, jedoch für mehr Transparenz im Zugang zu vollfinanzierten Kassaplätzen für Patient*innen. Dies wurde durch mehrfache Aussendungen und einem erarbeiteten Positionspapier deutlich gemacht.

 

Wofür steht der STLP?

Das Herzstück der Berufspolitik des aktuellen Vorstands ist:

  • Demokratie: Berufspolitik durch gewählte Vertretung (keine Geschäftsführung und kein eingesetzter Vorstand wie beim Netzwerk)
  • Mut: einen 20 Jahre schwelenden Konflikt aufzuzeigen und persönlichen Angriffen und Unterstellungen zu trotzen
  • Abhängigkeiten reduzieren, um Angstfreiheit zu erreichen: Keine Macht- und Monopolstellung (Netzwerk) in der Vergabe der Sachleistungskontingente für selbständige Psychotherapeut*innen.
  • Transparenz: keine Geheimverträge mit der ÖGK (Bestätigung von der Chefetage der ÖGK, dass CS unter dem Namen „Verbesserungsmaßnahmen“ unterschrieben wurden).
  • Zukunft: Mit dem ÖBVP wurde trotz massiver Kritik des Netzwerks Video- und Telefontherapie bei der ÖGK durchgesetzt.
  • Kooperation: Steirische Säuglings- Kinder und Jugendtherapeuti*innen erhalten bundes- und EU geförderte Kontingente unabhängig vom Netzwerk. 

Was hat das Ganze mit mir persönlich zu tun?

Die Berufspolitik schafft den Rahmen für dich als praktizierende/r oder zukünftige/r Psychotherapeut*in. Damit wir Psychotherapeut*innen erkennen, dass es um uns ganz persönlich geht, braucht es eine starke, selbstbewusste und demokratisch gewählte Interessenvertretung. Die gewählte Interessenvertretung ist ein Abbild der Mitglieder, die sie vertritt. Im Gegensatz zu Unternehmen dient der STLP nicht den Interessen von Geldgebern, sondern den Interessen der Psychotherapeut*innen. Daher ist es wichtig, dass sich die einzelnen Mitglieder darüber bewusst werden, dass es um sie ganz persönlich geht.

 

Warum ist es wichtig zur Landesversammlung zu kommen?

Rund um die aktuelle Landesversammlung wurde der schwelende Konflikt zwischen dem Netzwerk und dem STLP deutlich sichtbar. Wie noch nie zuvor geht es um die Loslösung alter Machtstrukturen. Wollen die Mitglieder einen demokratisch gewählten Vorstand, der im Sinne der Mitglieder agiert oder lassen sie sich von wahrheitswidrigen Aussagen manipulieren, was Angst und Abhängigkeit manifestiert. Alle Mitglieder wurden mit umfassenden Informationen versorgt, sodass sich jede*r Einzelne ein Bild machen kann und die für sie/ihn richtige Entscheidungen treffen kann.

 

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