Einladung zu Beteiligung an einem österreichweiten Psychotherapieforschungs-Projekt: POPP

Das Netzwerkprojekt „Prozess und Outcome in psychotherapeutischen Praxen (POPP)“ lädt alle in der Privatpraxis tätigen Psychotherapeut_innen herzlich zur Mitarbeit ein!

Hier der Text zur Studie:

Einladung zu Beteiligung an einem österreichweiten Psychotherapieforschungs-Projekt: POPP

Das Netzwerkprojekt „Prozess und Outcome in psychotherapeutischen Praxen (POPP)“ lädt alle in der Privatpraxis tätigen Psychotherapeut_innen herzlich zur Mitarbeit ein!

Die Studie hat das Ziel Psychotherapie unter Praxisbedingungen zu beleuchten. Ein Schwerpunkt liegt in der Erforschung der therapeutischen Beziehung, sowohl aus der Perspektive der Therapeut_innen als auch aus der Sicht der Patient_innen. Derartige Praxis-Studien sind rar und werden von der wissenschaftlichen Community immer mehr eingefordert.

Das Forschungsprojekt ist für ganz Österreich und mit einem Mixed-Methods-Design konzipiert, also mit einer Kombination aus quantitativen (standardisierte Online-Fragebögen) und qualitativen (Einzel-Interviews) Erhebungsinstrumenten. Der veranschlagte Erhebungszeitraum liegt zwischen Herbst 2020 (Start) und Ende 2023, wobei Ihre Teilnahme nicht für diese Gesamtdauer nötig ist. Die Teilnahme erfolgt dadurch, dass Therapeut_innen im Laufe der drei Jahre zwei bis drei Patient_innen in die Studie einbringen, sowie an Erhebungen mittels Fragebögen und Interviews teilnehmen.

Das Projekt entspricht allen Vorschriften des Datenschutzes (Datenschutzerklärung gem. Art.13 und 14 DSGVO) und es liegt ein positives Votum der Ethikkommission der Donau-Universität Krems vor.

Den Psychotherapeut_innen kommt bei der Durchführung der Untersuchung eine zentrale Rolle zu: Sie sind einerseits Teil der Erhebung und andererseits kann es notwendig sein, Patient_innen, zu motivieren, sich zu beteiligen und dran zu bleiben. Diese Rolle bedeutet jedoch nicht nur einen vermehrten Aufwand für Sie, sondern, wie zahlreiche internationale Studien belegen, kann ein Monitoring des Prozesses und der therapeutischen Beziehung den therapeutischen Prozess fördern (z.B. Lambert, 2017; Lambert & Harmon, 2018; Strauss et al., 2015).

Der Aufwand für die Teilnahme ist zwar kontinuierlich, aber nicht sehr hoch. Nach dem Ausfüllen des Eingangsfragebogens (einmalig, ca. 20 Minuten), soll nach jeder Sitzung pro teilnehmender Patient_in ein Kurzfragebogen ausgefüllt werden (ca. 1 -2 Minuten) – ähnlich ist der Aufwand für die Patient_in. Nach Ende der Therapie sind Angaben zum Therapieende zu machen (ca. 15 Minuten)

Die Untersuchung bringt für teilnehmende Therapeut_innen diverse Vorteile:

  • Für die Teilnahme an der Studie erhalten Sie eine Bestätigung über 5 Arbeitseinheiten á 45 Minuten für die psychotherapeutische Fortbildung pro eingebrachter Patient_in und Jahr.
  • Die Analysen können für die Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen therapeutischen Tätigkeit Impulse geben. Die Reflexion in einem Interview kann dabei helfen, den laufenden Prozess gesamthaft in den Blick zu nehmen.
  • Die Ergebnisse der Untersuchung können Wirkung und Wirksamkeit von Psychotherapie in freier, ambulanter Praxis unter naturalistischen Bedingungen belegen. Sie können von Ihrem Fachspezifikum bei den Visitationen des BMG als wissenschaftliche Nachweise vorgelegt werden und dienen so der Festigung des Psychotherapieverfahrens.

Ein Einstieg in die Studie ist jederzeit möglich. Für alle interessierten Therapeut_innen bieten wird laufend Informationsveranstaltungen (online über Zoom) an.

Die nächste Informationsveranstaltung, findet am 9. Dezember 2020 um 12:30 via Zoom statt. Wir laden alle Psychotherapeut_innen, die in freier Praxis mit Patient_innen arbeiten, zu einer unverbindlichen Teilnahme an dieser Veranstaltung ein!

In Abhängigkeit der eingehenden Interessensbekundungen werden auch im Jahr 2021 laufend Informationsveranstaltungen angeboten.

Bei Fragen bzw. Interesse an der Mitarbeit freuen wir uns über eine unverbindliche Kontaktaufnahme per E-Mail: popp@donau-uni.ac.at

Für das Projektteam:
Thomas Probst, Donau-Universität Krems
Brigitte Schigl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften Krems Elke Humer, Donau-Universität Krems
Yvonne Schaffler, Donau-Universität Krems


Erstellt am November 30, 2020