Der Ablauf und Vorträge der 30 Jahrfeier

Hier finden Sie Informationen zu den Inhalten der Vorträge, so wie dem zeitlichem Ablauf. Wir weisen darauf hin, dass es Aufgrund von Covid-19 unter Umständen auch noch zu kleineren organisatorischen Veränderungen  kommen kann.

Wir freuen uns ein spannendes und abwechslungsreiches Programm anbieten zu können.


9:30 Uhr

 Einlass und Check-In

Wir weisen darauf hin, dass je nach aktueller Lage sich verändernde Bestimmungen zu den Sicherheitsmaßnahmen, eine leichte Verschiebung nach Vorne verursachen kann. Wir weisen aber via Mail und auf der Website regelmäßig darauf hin.


10:00 Uhr

 Begrüßung und Start in die Fachtagung

Eröffnungsworte werden von der Vorstandsvorsitzenden des STLP  MMag.a Ingrid Jagiello und geladenen Ehrengästen an Sie gerichtet. 



10:45 Uhr bis 12:15 Uhr

Die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Herausforderungen, Belastungen und Diagnosen der Patient*innen und Behandlungspraxis der Psychotherapie

  • Prof. Dr. Peter Stippl
    Präsident ÖBVP, Psychotherapeut, Supervisor u.a.

Es ist ganz offensichtlich, wie die jeweils aktuellen Themen, Herausforderungen und Probleme der Gesellschaft, die Be- und Überlastungen der Menschen provozieren. Der Umgang mit aktuellen, sowie mit ‚ewig gleichen‘ Themen der Menschen durch die Psychotherapie, sowie die angewandten Interventionen und Techniken schwingen in diesem Resonanzraum mit. Diesen sensiblen Teil unserer täglichen Arbeit bewusst zu machen und diese spezielle Aufgabe an uns anzuerkennen, ist Ziel meiner Ausführungen.


Aktuelle Entwicklungen zum Psychotherapiegesetz

  • Hon.-Prof. Dr. Michael Kierein
    Leitung Rechtsangelegenheiten Ärztinnen/Ärzte, Psychologie, Psychotherapie und Musiktherapie u.a.

Hon.-Prof. Dr. Michael Kierein wird die aktuelle Lage rund um das neue Psychotherapiegesetz und die Auswirkung auf die psychosoziale Landschaft analysieren und vorstellen.


Podiumsdiskussion zur aktuellen berufspolitischen Situation der Psychotherapie in Österreich

 

am Podium:

  • Ingrid Jagiello (Vorstandsvorsitzende STLP, Psychotherapeutin und Psychologin u.a.)
  • Barbara Riener (Psychotherapeutin und Sprecherin für Pflege, Sozialhilfe und Kinder- und Jugendhilfe für die ÖVP u.a.)
  • Peter Stippl (Präsident ÖBVP, Psychotherapeut, Supervisor u.a.)
  • Andreas Huss (Obmann ÖGK)


12:15 Uhr bis 13:15 Uhr

Mittag und Lunch

Im Preis inkludiert ist eine Verpflegung, die Sie während der Mittagspause versorgt und für den Nachmittag stärkt.



13:15 Uhr bis 14:45 Uhr

Störfall Mensch? – Neues zu unserer uralten Natur

  • Univ.-Prof. Mag. Dr. Kurt Kotrschal
    Biologe, Verhaltensforscher und Autor

Angesichts der vom Menschen verursachten ökologischen Krisen der Biosphäre könnte man den Eindruck gewinnen, dass die „Krone der Schöpfung“ tatsächlich zum „Störfall“ wurde. Es ist aber wenig hilfreich, angesichts der großen Herausforderungen (wieder einmal) in Kulturpessimismus, bzw. eine neue „Mängeltheorie“ a la Arnold Gehlen zu verfallen. Tatsächlich erscheinen Psyche und Verhalten des Menschen verwirrend komplex, widersprüchlich und oft genug problematisch. Das widerspiegelt sich auch in den heterogenen Theorielandschaften der Psychologie, während in der Biologie Kohärenz unter dem Dach der Evolutionstheorie herrscht. So bietet eine Zusammenschau neuerer Ergebnisse letztliche Erklärungen zentraler Ambivalenzen der menschlichen Natur, etwa im Bereich der Konflikte zwischen den Geschlechtern, der männlichen sozio-sexuellen Gewalt gegen Frauen und Kinder oder dem Faktum, dass sich Menschen trotz ihrer im Vergleich mit anderen Tieren überragenden geistigen Fähigkeiten überraschend häufig irrational verhalten.


Die Gesellschaft und die Couch. Erkundungen für eine emanzipatorische Psychotherapie

  • Privat Dozentin MMag.a Dr.in  Johanna Muckenhuber
    Soziologin, Psychologin und Psychotherapeutin

Als Psychotherapeut*innen begegnen wir Menschen und verstehen sie mit ihrem aktuellen Leiden Entwicklungswünschen und Anliegen mit ihrer Lebensgeschichte, ihrer aktuellen sozialen Situation ihrer Netzwerke, sozialer Eingebundenheit aber auch ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Situation und entsprechenden Chancen. Wenn wir das Anliegen einer emanzipatorischen Psychotherapie verfolgen, ist es notwendig eben diese gesellschaftliche Position ebenso in unserem Nachdenken über die Menschen zu berücksichtigen wie ihre individuellen Dispositionen. Die Gesellschaft muss insofern immer wieder ihren Weg auf die Couch finden. Wir stehen dabei in der Therapie vor der Gratwanderung zwischen dem individuellen Wunsch nach Entwicklung und einer gesellschaftlichen Anforderung nach Selbstoptimierung. Es stellt sich also die Frage: Trägt Psychotherapie in erster Linie dazu bei, die Menschen an die herrschenden Verhältnisse anzupassen und ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten? Oder kann und soll Psychotherapie nicht vielmehr auch die Widerständigkeit der Individuen fördern? Ihre Handlungsspielräume vergrößern und damit auch dazu beitragen, dass die Menschen ihre Umwelt aktiv (um)gestalten? Beide Fragen werden im Spannungsfeld zwischen gesellschaftspolitischer Positionierung und einem Gebot der Neutralität und Objektivität als Qualitätskriterien in der Psychotherapie diskutiert. Dabei werden die aufgeworfenen Fragen auch anhand konkreter Fallvignetten themenspezifisch unter anderem anhand der Behandlung eines Burnout-Patienten und der Behandlung eines Impfskeptikers in Zeiten der Covid19 Pandemie behandelt.


14:45 Uhr bis 15:15 Uhr

Pause mit Kaffee und Snack



15:15 Uhr bis 16:00 Uhr

Helden, Superhelden und andere Menschen

  • Mag.a Dr.in phil Lisz Hirn
    Philosophin, Publizistin und  Dozentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung

Frau Lisz Hirn wird den Vortrag auf die aktuelle gesellschaftliche Lage hin erarbeiten. Die genaue Beschreibung wird zeitnah auf die Homepage des STLP gestellt.



16:00 bis 16:15

Minipause



16:15 Uhr bis 17:45 Uhr

Machen Sie doch, was Sie wollen!

  • Dr.in Maja Storch
    Psychotherapeutin, Supervisorin, Coach und Autorin

Wie verändert der gesellschaftliche Wandel die Psychotherapie?

Der Vortrag von Dr.in Maja Storch legt den Fokus auf das Thema der Selbstvergewisserung. In Zeit, in denen die digitale Beeinflussung rund um die Uhr erfolgt und allgegenwärtig ist, benötigt der Mensch eine Kernkompetenz dringender denn je: Man muss spüren können, was man selber wirklich will. Dieses Wissen gehört eigentlich schon in die Schulen. In der Psychotherapie haben wir es immer öfter mit Menschen zu tun, die sich selber verloren haben, oder – noch schlimmer ­ die mit sich selber gar nicht in Kontakt sind.

Frau Dr.in Maja Storch erklärt, wie man Abhilfe schaffen kann.